Gestern war so ziemlich der tollste Tag in meinem Leben.
Wir waren bei den Kleinen Göttern im Studio, um die für's Radio zu interviewen. Aysun und ich. Und die Kleinen Götter sind meine Lieblingsband. Dass ich dementsprechend glücklich war, kann sich wohl jeder von euch denken. Wir haben mit den Kleinen Göttern X-Box gespielt, und mit den Kleinen Göttern Chips gegessen, und mit den Kleinen Göttern Bier getrunken, und die Kleinen Götter haben Kaffee für uns gemacht, wir saßen auf dem gleichen Klo, wie die Kleinen Götter, und wir waren dabei, als sie Musik gemacht haben!!!!! Jucheeeeeeeeh!
Auf dem Hinweg saßen wir im Zug einem alten Herrn gegenüber, der die ganze Zeit mit uns schwäbisch geredet hat. Leider haben wir ihn nicht wirklich verstanden, aber wir haben versucht, so gut es ging, ihm auf seine Fragen zu antworten. Nebenbei haben wir angefangen die Fragen für's Interview zu schreiben. Dann waren wir in Stuttgart, und ich bin wie gestört rumgerannt, weil Seven gestern Geburtstag hatte, und ich ihm noch nicht gratuliert hatte, außer einer Nachricht auf dem AB. Ich wollte eigentlich ne Telefonzelle suchen, weil ich ihn anrufen wollte, und kein Geld aufm Handy hab, aber wir haben auf die Schnelle keine gefunden.
In der S-Bahn war ich mit den Nerven total fertig, und schrie die ganze Zeit irgendwas herum, weil ich so Panik hatte. Denn, hey, gleich würde ich die superste Band überhaupt interviewen! Am Bahnhof in Bietigheim-Bissingen versuchte ich möglichst ruhig, und möglichst profesionell zu wirken, und als wir dann dem Herrn Till Toll der uns vom Bahnhof abholte gegenüberstanden, war ich auch erst (ungefähr 5 Sekunden lang) ruhig und profesionell, dann flippte ich erstmal aus. Till Toll beruhigte mich, und sagte: "Wir fahren jetzt mit einem kleinen Auto in einem kleinen Kaff in ein kleines Studio, und alles ist ganz klein, und gar nichts ist schlimm."
Als wir in dem kleinen Auto saßen, das uns zu dem kleinen Studio brachte, beruhigte ich mich ein wenig, denn Till erzählte die ganze Zeit irgendwas, und Bietigehim-Bissingen ist echt kein schöner Ort, und so war ich irgendwann wieder ein wenig ansprechbar.
Das Studio sah aus wie ein Reihenhaus in Amerika, oben drinne war eine Schraubendrehfabrik (oder so) und unten war das Studio. Der Herr Toll zeigte uns kurz die seltsame Fabrik, dann die Goldenen Schallplatten von PUR, die da auch schon aufgenommen haben, und dann gingen wir die Treppe nach unten, wo wir schon Kleine Götter-Musik hörten. Und dann standen sie da. Alle vier Götter. Und irgendwie war das ein sehr denkwürdiger Moment.
Wir gingen durch das Studio hindurch, in den Aufenthalstraum, und dann kamen gleich auch die Götter, und wir bekamen erstmal einen Kaffee. Das heißt, ich bekam einen Kaffee, Aysun wollte keinen. Und TicTacs. Und dann nahmen wir auf. Erstmal sammelten wir authentische Geräusche von den Kleinen Göttern ("Ist Zitronensäure ein ätherisches Öl?"), dann nahmen wir ein bisschen was von den Instrumental-Fassungen der neuen Lieder auf, und schließlich machten wir das Interview. Ein sehr tolles Interview, übrigens. Es geht über eine halbe Stunde.
Später spielten wir noch ein bisschen X-Box, und aßen ein paar Chips, und dann mussten wir auch schon wieder gehen. Schwester Tino fuhr uns zum Bahnhof, wir redeten über das neue Nena-Album, das wir hätten anhören können, obwohl es noch nicht veröffentlicht ist, aber dazu hatten wir keine Lust.
Auf der Heimfahrt hrten wir uns das Interview nochmal an, und waren sehr glücklich.
Dann gingen wir zum Epplehaus, weil Seven ja Geburtstag hatte, und er da feierte. Das war auch sehr lustig, aber dazu scheib ich vielleicht wann anderst was.
